Flüchtlingshilfe

Flüchtlingshilfe bei der Caritas in Gladbeck

 "Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die uns hier bei der Caritas fast täglich angeboten wird", so Caritasdirektor Propst André Müller. Allerdings bringt dieses große Hilfsangebot auch Probleme in der Organisation mit sich. Es wird immer schwieriger, die Angebote in die richtigen Bahnen zu lenken. Bisher war die Caritas davon ausgegangen, dass die Koordination im Verband auch ohne einen festen Ansprechpartner gelingen wird, allerdings wird das immer schwieriger. Das Problem ist jetzt erst einmal gelöst. Ab sofort hat Frau Christine Holländer, bisher innerhalb des Caritasverbandes für das Qualitätsmanagement zuständig, eine zusätzliche Aufgabe bekommen. Sie ist die neue Koordinatorin der Flüchtlingshilfe. Zukünftig wird sie innerhalb des Verbandes die gesamte Flüchtlingsarbeit koordinieren und sie mit den anderen Angeboten innerhalb der Stadt vernetzen. Da Frau Holländer schon seit einiger Zeit selbst ehrenamtlich in diesem Bereich tätig ist, findet sie diese Herausforderung sehr spannend. Für die nächsten Wochen hat sie auch schon einige Ideen, die sie in der Caritas gemeinsam mit den Ehrenamtlichen in die Tat umsetzen möchte. So ist für Ende Oktober eine Weiterbildung für Ehrenamtliche mit dem Titel "Fit für Flüchtlinge" geplant. An vier Abenden sollen interessierte Ehrenamtliche für die Arbeit mit Flüchtlingen vorbereitet werden.

Da in den letzten Wochen immer wieder Flüchtlinge in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes stehen und um Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen bitten, hat Frau Holländer ab der nächsten Woche eine Formularhilfe organisiert. Betroffene bekommen dienstags und donnerstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Raum 34 in der Kirchstraße 5 Hilfestellungen beim Ausfüllen. Hierbei handelt es sich um ein ergänzendes Angebot zur Migrationsberatung, die von einer anderen Kollegin durchgeführt wird. Auch der neue Bereich youngcaritas wird in diese Arbeit mit einbezogen. Derzeit plant Christian Hotze von youngcaritas Projekte, die in der Gladbecker Innenstadt durchgeführt werden sollen. Genauere Informationen werden in den nächsten Tagen folgen.

Frau Holländer ist auch für die Vernetzung der Flüchtlingsarbeit mit der Propsteipfarrei zuständig. Sie wird im engen Austausch mit den Flüchtlingsbeauftragen der Pfarrei Schwester Brunhilde Neuhäuser und Frau Brigitta Schlüter stehen.

Eine großzügige Spende übergab Caritasvorstand Rainer Knubben an die zuständigen Mitarbeiterinnen bei der Flüchtlingshilfe der Caritas.Eine großzügige Spende übergab Caritasvorstand Rainer Knubben an die zuständigen Mitarbeiterinnen bei der Flüchtlingshilfe der Caritas.Anna-Lea Knubben

Schwester Brunhilde freut sich sehr über zwei Spenden für die Einzelfallhilfe, die sie heute entgegennehmen konnte. Beim Appeltatenfest sind insgesamt 850 Euro am Stand der Caritas eingenommen worden. Für zwei Euro konnten Geschenkpakete gekauft werden, dazu hat youngcaritas noch Kaffee angeboten. Ein toller Erfolg für eine eher spontane Idee. Außerdem hat Rainer Knubben in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Stiftung Silberstreif noch einen Betrag von 1200 Euro an Schwester Brunhilde überreicht. Diese Stiftung gibt es bereits seit 2006 in Gladbeck. Sie wird vom Caritasverband Gladbeck verwaltet und unterstützt. Die Stifterin, die anonym bleiben will, hat in den Nachkriegsjahren keine leichte Kindheit gehabt. Nun ist es ihr ein ganz persönliches Anliegen, dass mit dem Geld, was jährlich aus der Stiftung zur Verfügung gestellt werden kann, Kinder in Not Hilfe erfahren können. Die zur Verfügung gestellten 1200 Euro sollen ausschließlich Flüchtlingskindern zu Gute kommen, um ihnen die Ankunft hier in Gladbeck etwas leichter zu machen. Wer der Idee der Gründerin der Stiftung Silberstreif folgen will, kann gerne durch eine Spende die Arbeit unterstützen. IBAN DE 78 4245 0040 0021 0047 26. Rainer Knubben wirbt: "Auch Zustifter sind herzlich willkommen". Wer hierzu nähere Informationen haben möchte, kann sich direkt mit ihm in Verbindung setzen.

Caritasdirektor Müller ist sich sicher, dass die Organisation der Hilfsangebote  für Flüchtlinge, die in unsere Stadt kommen, den Verband auch noch über längere Zeit beschäftigen wird. "Wir hoffen sehr, dass die Hilfsbereitschaft auch noch über Monate anhält."

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