Menschen mit Behinderung

St.-Suitbert-Haus

Mitgefeiert, mitgelacht, miterlebt

Wenn Gerd Jakubowski von der Arbeit nach Hause kommt, dann trinkt er zuerst mal einen Kaffee. Am liebsten im Garten. Sein Zuhause ist die Wohngruppe des Caritasverbandes für Menschen mit Behinderung in der Horster Straße. Vorher lebte Gerd Jakubowski im St.-Suitbert-Haus. Seit 40 Jahren gehört er zu den Bewohnern der Einrichtung und hat damit jeden einzelnen Tag ihres Bestehens miterlebt.

"Mir gefällt es hier gut", sagt der 63-Jährige. Er wohnt in einem eigenen Appartement mit Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche. "Der Garten ist nicht groß" - aber das ist auch der einzige Mangel, den er feststellt. Früher - im St.-Suitbert-Haus - bewohnte er ein Zimmer. In der Außen-Wohngruppe hat er viel mehr Platz und kann viel selbstständiger agieren. "Außerdem ist das Gebäude nun wirklich alt", sagt er in Erinnerung an das St.-Suitbert-Haus.

Gerd Jakubowski lacht viel und mitreißend. Er erzählt von seiner Arbeit in der Elektroabteilung der Caritas-Werkstätten und der guten Auftragslage. Von den netten Nachbarn in der Horster Straße und von seinem Lieblingsverein Schalke. Überhaupt sei sein Hobby Fernsehgucken und sein Lieblingsessen Pizza, solange sie ohne Knoblauch gemacht ist. Und jeden Satz beendet er mit einem Lächeln auf den Lippen.

Seine Frau Tanja lernte er ebenfalls im St.-Suitbert-Haus kennen, damals lebten sie in den Wohngruppen 1 und 2. Nun leben beide in der Horster Straße. Wenn Tanja am Wochenende kocht, dann übernimmt Gerd den anschließenden Spüldienst. Zum Hochzeitstag am 11. November lädt er seine Frau jedes Jahr zum Essen ein, auswärts natürlich. Die Hochzeit selbst feierten sie groß im St.-Suitbert-Haus.

Gerne erinnert sich der 63-Jährige an die vielen Feste des St.-Suitbert-Hauses. Am liebsten ist ihm der Tag der offenen Tür, der alle zwei Jahre im Sommer stattfindet. "Jetzt feiere ich bald mein Jubiläum, an einem Samstag", sagt er freudestrahlend. Jedes Jahr ehrt das St.-Suitbert-Haus in einer Feier die Jubilare unter den Bewohnern. Begeistert erzählt er auch von einem Ausflug nach Bochum. Das Musical Starlight Express war das Ziel. "Die sind da herumgesaust", erzählt er. "Es war ausverkauft und die Musik war schön. Da würde ich gerne nochmal hin."

Ein bisschen weniger lacht Gerd Jakubowski, wenn Betreuer wechseln. "Dann muss man sich umgewöhnen." Was er sich noch wünscht für die Zukunft? "Ein bisschen arbeiten muss ich noch, aber es macht Spaß", sagt er. "Und eine schöne Jubiläumsfeier."
 

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