Sucht

Psychosoziale Beratung

Psychosoziale Beratungsstelle blickt auf eine positive Jahresbilanz

"Die ambulante Entwöhnungsbehandlung verbessert die Gesundheit und verstärkt die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit", fasst Heike Kerber, Diplom Sozialarbeiterin/Sozialtherapeutin und Leiterin der Beratungsstelle, zusammen. Insgesamt betrachtet haben die Klienten von der Maßnahme durchweg profitieren können.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements führt die Beratungsstelle regelmäßig Befragungen zur Beurteilung der ambulanten Entwöhnungsbehandlung durch. Im Fokus stehen gesundheitliche Beschwerden, Fragen zur Leistungsfähigkeit nach Abschluss der Maßnahme, der Umgang mit Suchtmitteln seit Ende der Entwöhnungsbehandlung, die berufliche Leistungsfähigkeit und der Erfolg der Maßnahme.

"Die Auswertung der Fragebögen zeigt eine durchgängige Zufriedenheit mit der ambulanten Rehabilitation", so Kerber. Der überwiegende Teil der Befragten sei bestrebt, ihre Gesundheit und/oder Achtsamkeit zu verbessern. Genannt wurden weitere Nachsorgeleistungen wie Gespräche bei Psychotherapeuten, Fitnesstraining, Ausdauersport und Entspannungsübungen. Gesundheitliche Beschwerden wie Erschöpfung, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Angst, Nervosität und Unruhe haben sich nach Angaben der Betroffenen deutlich verbessert. Auch fühle sich die Mehrheit der Befragten leistungsfähiger.

"Als sehr positives Zeichen werten wir, dass nach Ende der Maßnahme der überwiegende Teil der Klienten abstinent bleibt", sagt Kerber. "Ein Jahr nach Behandlungsende haben nur ganz wenige erneut zu ihrem Suchtmittel gegriffen."

Insgesamt ließen sich im vergangenen Jahr 158 Gladbecker Bürger langfristig beraten, 120 ließen sich ein- oder zweimalig beraten. "Bei 193 Klienten lagen behandlungsbedürftige Suchtprobleme vor", so Kerber. Es kamen 23 Hilfesuchende mit Migrationshintergrund in die Beratungsstelle. "Damit hat sich die Zahl der Hilfesuchenden im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht erhöht."

Zur Arbeit der Beratungsstelle:
Schon seit 1972 bietet der Caritasverband Gladbeck e.V. mit seiner Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtkranke Menschen Hilfe und Unterstützung auf dem Weg in die Abstinenz. Seit 1999 ist die Beratungsstelle Mitglied im Therapieverbund Bottrop/Gladbeck. Sie arbeitet mit dem Gesundheitsamt Bottrop und dem St.-Antonius-Krankenhaus in der ambulanten Rehabilitation erfolgreich zusammen.

Das Angebot der Beratungsstelle gilt für jeden Hilfesuchenden, der von legalen Suchtmitteln abhängig ist oder Angehöriger von einem Suchterkrankten ist. Auf Wunsch erfolgt nach einer Beratung eine längerfristige ambulante Behandlung in Form von Einzel-, Paar- und Gruppengesprächen. Reicht ein solches Hilfsangebot nicht aus, erfolgt die Vermittlung einer geeigneten stationären Behandlung. Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle sind für die Nachsorge nach der stationären Behandlung erneut Ansprechpartner.

Kontakt:

Heike Kerber (Leitung)
Beratung / Dipl. Sozialarbeiterin / Sozialtherapeutin
Telefon: 02043 / 2791-54

Anne Bögemann
Beratung / Dipl. Sozialarbeiterin / Suchttherapie
Telefon: 02043 / 2791-55

Katarzyna Grodziski
Verwaltung
Telefon: 02043 / 2791-58

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