Kinder, Jugend, Familie

Beratungsstelle

Übergänge als persönliche Überschrift

Verabschiedung_Sylvia Brunert

Übergänge bestimmen ihr berufliches Leben. Von 37 Jahren im Caritasverband Gladbeck kann Sylvia Brunert viel erzählen. Nun ist die Diplompsychologin in den Ruhestand verbschiedet worden. "Sie gehört zu den dienst-ältesten Mitarbeitern unseres Verbandes und wir haben ihr viel zu verdanken", sagte Vorstand Rainer Knubben im Rahmen einer Verabschiedungsfeier. "Daher möchten wir uns an dieser Stelle herzlich für ihren großen Einsatz bedanken." Als Zeichen der Anerkennung erhielt sie die Goldene Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes.

Sylvia Brunert begann als Mitarbeiterin im Jahr 1982 ihren Dienst in der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, übernahm alsbald deren Leitung, prägte dann als Fachdienstleitung den Bereich "Kinder, Jugend und Familie" und vertrat für viele Jahre den Verband als Stellvertreterin des damaligen Geschäftsführers Josef Schliemann. Kontinuierlich bildete sie sich fort, ist Psychologische Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Mediatorin und verfügt über eine zusätzliche Ausbildung im Bereich der Arbeit mit Opfern sexuellen Missbrauchs.

"Es hat sich viel bewegt in den Jahren", sagt sie. Besonderes Augenmerk hat sie dabei auf Kooperationen gelegt. "Sowohl auf Verbandsebene, als auch auf kommunaler Ebene und im Kreis Recklinghausen ist viel entstanden." Dabei denkt sie beispielsweise an den Arbeitskreis gegen Gewalt in der Familie oder den Runden Tisch häusliche Gewalt. "Diese Kooperationen sorgen dafür, dass die beteiligten Institutionen sowohl fallbezogen als auch -übergreifend arbeiten können. Solche fließenden Übergänge sind Grundlage für eine gute Familienhilfe."

Ebenso wichtig waren und sind ihr die Themen Wertschätzung und der Schutz der Würde jedes Menschen. "Nach 20 Jahren in Leitungsfunktion wollte ich vor dem Ruhestand nochmal zurück zu den Wurzeln: zur Arbeit mit den Familien", fasst sie zusammen. "Das Lernen begleitet mich mein ganzes berufliches Leben. Vor allem habe ich von den Familien gelernt, die in der Beratungsstelle Hilfe gesucht haben. Ich habe immer versucht, das, was ich gelernt habe und immer noch lerne, weiterzugeben."

Auch für sich selbst wird sie das Entdecken nicht aufhören, bei ihrem nächsten Übergang in den Ruhestand. "Ich bin weiter bereit zu lernen und sehr neugierig auf den neuen Weg. Ich weiß nicht, was kommen wird, ich habe mir nichts vorgenommen. Aber ich freue mich darauf, den Menschen, mir selbst und den verschiedenen Möglichkeiten zu begegnen", sagt sie.

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