Schade schön
Schön schade. Oder: schade schön. Egal wie man diese beiden Worte dreht, sie beschreiben, was Brigitte Kleine-Harmeyer an ihrem letzten aktiven Arbeitstag für den Caritasverband Gladbeck fühlt. "Ich bin froh und dankbar über die vielen Begegnungen mit Menschen, die ich im Laufe der Jahre in diesem Verband hatte und es ist schade, dass diese Zeit nun vorbei ist. Trotzdem freue ich mich auch sehr auf das, was jetzt kommt", sagt die Abteilungsleiterin Kinder-, Jugend- und Familienhilfe bei ihrem Abschied.
Die studierte Heilpädagogin startete 2010 im Verband als Leiterin der Frühförderstelle. Damals hatte diese noch eine rein heilpädagogische Ausrichtung. Unter ihrer Führung entwickelte sie sich zu einer interdisziplinären Frühförderung, die im Sinne der Kinder und Familien die Disziplinen Heilpädagogik, Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Medizin und Psychologie unter einem Dach vereint und miteinander verbindet.
Mit ihrem untrüglichen Gespür für die Bedarfe von Kindern und Familien und ihrer tiefen Expertise wirkte Brigitte Kleine-Harmeyer schnell über den Tellerrand der Frühförderung hinaus in den Verband und vernetzte im Sinne der Betroffenen. So übernahm sie dann auch folgerichtig 2013 die Abteilungsleitung der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Verbandes - zusätzlich zu ihrer Leitung der Frühförderstelle.
Dabei beschränkte sie sich nicht auf ihr Wirken innerhalb des Verbandes. Die Heilpädagogin pflegte ein aktives Netzwerk mit der Kommune, dem Kreis und anderen Anbietern, war ein bekanntes Gesicht der Caritas in vielen Arbeitsgruppen, -kreisen und Fachausschüssen. So entstanden im Laufe der Zeit auch bedarfsorientiert weitere Angebote wie BlickKontakt - die Initiative für Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern oder die Inklusionsfachberatung, ein spezialisiertes Angebot für KiTas und Fachkräfte.
Überdies hatte Brigitte Kleine-Harmeyer nicht nur die Kinder und Familien im Blick. Ihr ging es auch um die Stärkung und Begleitung von Fachkräften im System der frühen Bildung. So etablierte sie die Fachtage in der Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die stets namhafte Referenten zu aktuellen Themen nach Gladbeck vor das Publikum von Fachkräften lud. Und die ebenfalls für Vernetzung sorgten.
In den vergangenen Jahren strukturierte sie Angebote der Caritas im Bereich Schule zum Fachdienst Schule und führte die Erziehungsberatungsstelle, nachdem sie mit der langjährigen Mitarbeiterin Sabrina Kubisch eine neue Leitung der Frühförderstelle gefunden hatte und dort in die zweite Reihe zurücktrat, um ihre Abteilung an besagten anderen Stellen zu stärken.
Liebe Kollegin, Dir gebührt ein großes Dankeschön für all Dein Wirken an den unterschiedlichsten Stellen. Wir finden es persönlich wie fachlich vor allem schade, Dich gehen lassen zu müssen. Und trotzdem wünschen wir Dir natürlich auf dem nun anstehenden Weg nur Schönes. Du wirst uns fehlen. In diesem Sinne und in Deinen Worten: schade schön!
