Viele Gäste, ein vielfältiges Angebot, ein tolles Miteinander
Die Gemeinde blickt auf 120 Jahre katholisches Leben im Stadtteil zurück, das St.-Altfrid Haus auf 50 Jahre Arbeit mit und für ältere Menschen und Kranke.
Dank des großartigen Einsatzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der vielen ehrenamtlichen Helfer entstanden viele Aktionen für Groß und Klein. Das Menschenkicker-Turnier sorgte ebenso für gute Laune, wie die Hüpfburg, das Kinderschminken- und basteln, das Torwandschießen, eine Fotobox sowie das Blumenknobeln des SUI-Wohnverbundes. Clown Koepi und Clown August brachten junge und alte Gäste zum Lachen. Musikalisch begleiteten Hansi Hossa mit Kultschlagern aus den 70ern und die Band "I Gemelli" mit italienischen Klängen das Fest. Für das leibliche Wohl war reichlich gesorgt: Waffeln, Kuchen, spanische Churros, Crêpes, ein Espresso- und ein Eisstand, Grillgut und Pommes sowie polnische Spezialitäten standen bereit.
Caritas-Vorstandsmitglied Susanne Middendorf hob in ihrer Rede besonders das gute Miteinander hervor, das sich nicht nur auf dem Fest zeigte, sondern einst auch zur Entstehung des St.-Altfrid-Hauses geführt hatte: "Pfarrgemeinde und Pfarrer wandten sich an den Caritasverband, da bei den Hausbesuchen auffiel, dass viele Menschen in Brauck in Verhältnissen wohnten, die ihnen aufgrund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes nicht zuzumuten waren. Die Menschen wollten aber weiter in ihrem Stadtteil wohnen. Da die Gemeinde ein entsprechendes Grundstück besaß, das sie dem Verband zur Verfügung stellte, begann die Planung eines Altenzentrums mit Altenwohnungen, Altenheim und Pflegeheim." Bis heute läge der Fokus stets auf der Gestaltung einer gemeinsamen Heimat. "Ich danke allen, die sich heute, aber auch früher und über die Jahre hinweg an dieser Stelle engagiert haben. Und allen, die auch heute wieder bis zur letzten Minute bleiben werden, bis alles abgebaut und aufgeräumt ist."
Auch der stellvertretende Bürgermeister Volker Musiol dankte den Menschen, die an diesem Ort ihre Zeit, ihre Zuwendung und ihre Fürsorge schenkten. "Es ist ein Zuhause, in dem man leben, erzählen und auch trauern kann - ein Ort, an dem man in Würde und Geborgenheit altern kann." Caritas und Gemeinde, Jung und Alt, Haupt- und Ehrenamt gingen dabei Hand in Hand.
Daten zum St.-Altfrid-Haus
- Grundsteinlegung: 30. Juni 1974
- Viele Schwierigkeiten beim Bau durch Bodensenkungen und Grundwasser
- Am 11. März 1975 nahm Schwester Ruthild (Schwestern von der Göttlichen Vorsehung) als Heimleiterin die vorbereitenden Arbeiten auf. Der Vorstand des Caritasverbandes legte sich auf den Namen St.-Altfrid-Haus fest, da im Bistum Essen gerade das St.-Altfrid-Jahr gefeiert wurde.
- Im Juni 1975 zogen die ersten Bewohner in die Altenwohnungen, im Januar 1976 folgte der Bezug der ersten Zimmer des Altenheims. Die ersten pflegebedürftigen Patienten zogen im Februar 1976 ein. Der Personaltrakt wurde unmittelbar darauf ebenfalls von Altenheimbewohnern belegt, weil die Nachfrage so groß war.
- Mittelpunkt des Hauses war von Beginn an die Kapelle, die sowohl von der katholischen als auch der evangelischen Gemeinde genutzt wurde und bis heute wird.
- Mitte Oktober 1976 wurde die Bade- und Massageabteilung in Betrieb genommen. Auch Patienten von außerhalb des Hauses konnten die Dienste in Anspruch nehmen. Ein Schwimmbad wurde nachträglich eingebaut.
- Seit 1976 besteht das Angebot des stationären Mahlzeiten-Dienstes. 1987 holten beispielsweise bis zu 32 ältere Menschen ihr Essen im St.-Altfrid-Haus ab, aßen im Speisesaal mit oder bekamen das Essen in die Altenwohnungen gebracht.
- Einweihung des St.-Altfrid-Hauses am 22. April 1977
- Am 5. August 1977 erhielt das Haus rechtzeitig zum Patronatsfest eine Statue des heiligen St. Altfrid, die bis heute in der Eingangshalle die Eintretenden begrüßt.
- Reges, geselliges Leben in der Anlage mit Bastel-, Aufenthalts- und Clubraum. Die Gestaltung einer gemeinsamen Heimat für alle steht im Vordergrund und strahlt auch in die Gemeinde aus. Gemeinsam werden Feiertage und religiöse Feste gestaltet.
- Ehrenamtliche der Gemeindecaritas engagieren sich, begleiten Bewohner, organisieren und begleiten Ausflüge, Bastelaktionen und zahlreiche weitere Aktivitäten.
- Im Jahr 2005 fasste der Caritasvorstand den Beschluss, ein weiteres Altenpflegeheim am St.-Barbara-Hospital zu errichten. Ein vorgesehener Umbau des St.-Altfrid-Hauses war bautechnisch nicht umzusetzen. Daher entschloss man sich zum Abbruch und zur Neuerrichtung am selben Standort.
- Im März 2008 ziehen die ersten Bewohner vom St.-Altfrid-Haus in das neu entstandene Johannes-van-Acken-Haus in der Stadtmitte. Das bestehende Personal wechselt ebenfalls in die Stadtmitte.
- Einsegnung des neuen St.-Altfrid-Hauses am 14.10.2011. Entstanden ist eine "vollstationäre Pflegereinrichtung" mit 70 Einzelzimmern und 5 Doppelzimmern. Das Besondere sind die großen Wohnküchen und gemeinsamen Speisemöglichkeiten auf den Wohnbereichen. Nebenan befinden sich ebenfalls komplett renovierte Seniorenwohnungen.
- Am 19. Juni 2015 wird die neue Stele mit dem Namen des Hauses vor dem St.-Altfrid-Haus offiziell eingeweiht. Da es sich um das letzte verbliebene Teil zur Komplettierung des Neubaus handelte, hatte die Feier vor allem symbolischen Charakter.
- Kontinuierlicher Wandel und Herausforderungen für das St.-Altfrid-Haus durch gesetzliche Veränderungen, die Corona-Pandemie und den demografischen Wandel. Starke Konzentration auf die Ausbildung von neuen Fachkräften, unterstützt durch die Stelle der Ausbildungskoordination. Dadurch wird der Großteil des Fachkräftebedarfs im eigenen Unternehmen ausgebildet.
- Die Großküche kocht nach wie vor an 365 Tagen im Jahr frisch für die Bewohner der beiden Seniorenzentren, das Essen auf Rädern und Schulen/KiTas.
- In 50 Jahren lag der Fokus des Hauses stets auf der Gestaltung einer gemeinsamen Heimat. Dies gelingt durch einen engen Austausch mit der benachbarten Kirchengemeinde, der KiTa und ein abwechslungsreiches Betreuungsangebot.
- 4./5. Juli 2026: Gemeinsames Jubiläumsfest zu 120 Jahren St. Marien und 50 Jahren St.-Altfrid-Haus
