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Werkstätten

Arbeitsbeginn für rund 20.000 neue Mitarbeiter

Werkstätten_Bienen

Es summt und brummt, sie sind bereits fleißig: Rund 20.000 neue Mitarbeiter sind in die Caritas-Werkstätten in der Mühlenstraße gezogen und haben ihre Arbeit direkt aufgenommen. Sie gehören zu zwei Bienenvölkern, die Josef Möller und Hubert Lellek vom Imkerverein Gladbeck gespendet haben. "Die Idee entstand mit dem damaligen Stern-Titel ‚Rettet die Bienen!‘", erzählt Benedikt Maas, Leiter der Caritas-Werkstätten. "Da haben wir uns gedacht, Freiflächen haben wir hier genug und für unsere Beschäftigten wäre es eine gute berufsbegleitende Herausforderung."

Über private Kontakte entstand ein Austausch zum Imkerverein Gladbeck und so kam eins zum anderen. Seit ein paar Tagen leben nun zwei Bienenvölker auf einer Freifläche hinter der Schreinerei der Werkstätten. Sebastian Sekulic-Schmidt, Gruppenleiter im BerufsbildungsBereich der Werkstätten, begleitet das Projekt. Als gelernter Koch hat er sich beim Deutschen Imkerbund fortbilden lassen, damit die künftige Ernte auch das Gütesiegel des Deutschen Imkerbundes trägt. Als weiterer Experte und "Imkerpate" steht Josef Möller mit Rat und Tat zur Seite.

"Besonders gelungen finde ich, dass unsere Beschäftigten jetzt nicht nur ein weiteres Aufgabenfeld haben, in dem sie lernen können, sondern dass auch weitere Zweige unserer Werkstatt beteiligt sind. So fertigt unsere Schreinerei beispielsweise die Bienenbeuten, also die Behausung für die beiden Völker", so Benedikt Maas. "Hier können wir die Produktion sicherlich ausweiten, wenn der Bedarf seitens der Imker in der Region da ist. Aus dem gewonnenen Bienenwachs möchten wir in Zukunft Kerzen produzieren."

"Eines der beiden Völker ist bereits ein Wirtschaftsvolk", erklärt Imkerpate Josef Möller. "Das heißt, dass wir hier in diesem Jahr durchaus schon mit einer Ernte rechnen können." "Das können bis zu 30 Kilogramm Honig werden", freut sich Sebastian Sekulic-Schmidt. "In einem ersten Schritt werden wir diese eher als Aufmerksamkeiten des Verbandes herausgeben. Ziel ist aber, im nächsten Jahr, wenn die Überwinterung gelingt, mit zwei Wirtschaftsvölkern in die Produktion zu gehen." 

Ferner möchte der Gruppenleiter auch die Angst vor den Tieren nehmen. "Unsere Beschäftigten erhalten durch die gemeinsame Arbeit mit den Tieren einen engeren Bezug zur Natur. Die Imker sagen: ‚Die Bienen werden uns schon erziehen.‘ Ich glaube, wenn wir uns gemeinsam an die Regeln und Bedürfnisse der Tiere halten, wird das ein schönes Projekt."

"Einen besonderen Dank möchten wir an den Imkerverein Gladbeck richten, der uns so toll unterstützt und uns auch weiterhin zur Seite stehen wird", sagt Benedikt Maas.

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